Bensberger Mediations-Modell

An unserer Schule arbeiten wir seit längerer Zeit mit dem Bensberger Mediations-Modell (BMM).

Das BMM umfasst Präventions- und Interventionsstrategien sowie die Ausbildung von Streitschlichtern. Zudem hat sich der Herzenskreis in einigen Klassen etabliert.

„Bei der Prävention bietet das BMM in einem strukturierten Trainingsprogramm einer Klasse oder Gruppe Regeln, Rituale, Sprach-und Handlungsmuster zur konstruktiven Konfliktbearbeitung an. Dabei berücksichtigt es alle Alters- und Entwicklungsstufen beim Trainingsprogramm und bindet jedes Kind in sein Übungsprogramm mit ein. Die Konfliktbearbeitung übernehmen nicht die Erwachsenen allein, sondern die Kinder lernen ihr „Handwerkszeug“, um zunehmend selbständig ihre Konflikte zu lösen z.B. mit dem Hosentaschenbuch.

Im Interventionsbereich (Realkonflikt) werden die erlernten Konfliktlösefähigkeiten eingesetzt. Mit Hilfe der „Erst-Hilfe im Streit“ und in ausführlichen Konfliktgesprächen nach einem strukturierten Leitfaden lernen Erwachsene, Jugendliche und Kinder gewaltfrei und eigenverantwortlich zu agieren. Dabei werden Hilfen für die konstruktive Bearbeitung von häufig auftretenden  „Tür- und Angel“ Konflikten wie auch schwereren Konflikten gegeben.“1

Im BMM gehört die Ausbildung von Streithelfer*innen zum festen Programm. Die Schülerinnen und Schüler erwerben in ihrer Ausbildungszeit fundierte Kenntnisse, um im Vormittags- und Nachmittagsbereich des Schulgeschehens ihre Mitschüler*innen zu unterstützen, Streitigkeiten konstruktiv zu schlichten. Die Ausbildung der Streitschlichter*innen wurde von uns klassenübergreifend für das 3. und 4. Schuljahr innerhalb der Arbeitsgemeinschaften am Freitag angeboten. Aktuell kann die Durchmischung der Gruppen leider nicht stattfinden.

Um das Ausfallen der Arbeitsgemeinschaft aufzufangen und das Fortschreiten der Streitschlichtung zu fördern, haben wir an unserer Schule die Möglichkeit geschaffen, neben den Übungen im Klassenverband zusätzliche BMM-Stunden anzubieten. Hier können unsere Schülerinnen und Schüler eine spezielle „Sprechstunde“ wahrnehmen. Die zusätzlichen Stunden, die zwei Mal die Woche stattfinden, nutzen wir auch, um Streitschlichter*innen gezielt auszubilden.